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Sonne in der Schule

  • Geschrieben von Christian Brinkmann

Sonne in der Schule - Nutzung der Sonnenenergie als soziale Aufgabe

Es ist ziemlich unbestritten, dass eine mögliche Klimaveränderung zu den gravierendsten Herausforderungen unserer Zeit gehört. Energiemanagement an Schulen soll zur Änderung des Verhaltens im Umgang mit Energie beitragen. Ziel ist eine Bewusstseinsbildung zur Einsparung von Rohstoffen, Verringerung des Schadstoffsaustoßes und Kostenreduktion. Ökologische, ökonomische und pädagogische Aspekte werden bei dieser nachhaltigen Energieverwendung verdeutlicht.

Im Rahmen eines Konzeptes zur Umweltbildung und zum konkreten Umweltschutz ist das Projekt "Sonne in der Schule" ein wichtiger Teilbereich. Projektleiter hierbei ist Georg Siefken.


Ziele dieses Projekts sind:

  • Die Nutzung der Sonnenenergie zur Umwandlung in elektrische Energie am praktischen Beispiel durchführen.
  • Die Erträge und die sich daraus ergebenden Umweltentlastungen berechnen, darstellen und veröffentlichen.
  • Das Projekt "Sonne in der Schule" im Sinne der AGENDA 21 verknüpfen mit einer sozialen Aufgabe.
  • Die Nutzung von Strom aus Sonnenenergie als einen Teil der Maßnahmen zur Lösung von Umweltproblemen zu erkennen, umzusetzen und darzustellen.

 

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Kosten und Finanzierung

Die Kosten für die Erweiterung der Anlage um 1,44 kW betragen etwa 10.000 EUR. Die Finanzierung setzt sich aus Förderzuschüssen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA - 3000 EUR) und der Niedersächsischen Lottostiftung (5000 EUR) zusammen. Als Sponsoren sind das Sonnen-Energie-Zentrum aus Ostrhauderfehn, der Elternförderverein der Schule und die Schülervertretung beteiligt. Die Kosten für den elektrischen Anschluss teilen sich die Gemeinde Saterland und die EWE.

 

Installation

Die Anlage wird vom Sonnen-Energie-Zentrum aus Ostrhauderfehn geliefert. Die Installation erfolgt in der Hauptsache durch Schülerinnen und Schüler in Arbeitsgemeinschaften und Wahlpflichtkursen. Weiterhin sind der Bauhof der Gemeinde Saterland und Elektro-Naber aus Ramsloh beteiligt.

 

Umweltentlastung - Erträge und ihre Verwendung

Bei einer Anlagengröße von 2,52 kW (entspricht einer Fläche von etwa 21 m²) werden Stromerträge von rund 1900 kWh erreicht. Dieser Ertrag wird mit 0,48 EUR pro kWh vergütet. Daraus ergibt sich eine jährliche Einnahme von 900 EUR. Die Umweltentlastung beträgt 1,2 Tonnen Kohlenstoffdioxid, das nicht in die Luft geblasen wird, weil 0,6 Tonnen Steinkohle nicht verbrannt werden.
Anlässlich des 30jährigen Jubiläums des Schulzentrums Saterland wird im Rahmen des Schulfestes am 20. Sept. 2003 ein erster Betrag übergeben. Am Projekt beteiligte Schülerinnen und Schüler werden ihn in Form eines Schecks an Mitglieder des Teams Aktive-Pause überreichen. TAP wird betreut von den Kollegen Wilhelm Berssen und Aloys Witte. Voraussichtlich wird zuerst eine neue Tischtennisplatte für die Schulaula angeschafft.

Die einzelnen Schritte zur Umsetzung des Projekts


 

  • Januar 1999 - SONNEonline-Projekt: Der Energieversorger EWE stellt der Schule auf Antrag eine 1,08 kW große Photovoltaik-Anlage zur Verfügung.
  • Mai 2001 - Installation einer Großanzeige: Auf dem Schulflur können die momentane Leistung und der Gesamtertrag an elektrischer Energie abgelesen werden. Die Finanzierung erfolgt durch einen Förderzuschuss der Niedersächsischen Lottostiftung "Bingo-Lotto".
  • September 2002 - Erweiterung der Anlage um 1,44 kW: Mit der EWE wird ein Vertrag über Einspeisung und Vergütung des Solarstroms nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) abgeschlossen. Die Einspeisevergütung soll dem "Team Aktive Pause" (TAP) für die Pausengestaltung zur Verfügung gestellt werden. Die Anlage wird am 18.10.2002 an das Stromnetz angeschlossen und geht damit in Betrieb.
  • Juni 2003 - Installation eines Datenerfassungssystems: Es kann damit die Energie der Sonneneinstrahlung gemessen und im Computer mit der elektrischen Energie aus der Photovoltaik-Anlage verglichen werden.
  • Juli 2004 - Erweiterung der Anlage um 6,88 kW: Mit Hilfe einer Finanzierung aus Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), einem Kredit der Gemeinde und durch Spenden wird die Anlage um weitere 6,88kW vergrößert.
  • Teilnahme mit einer Ausstellung „Sonne in der Schule“ am 3. Zukunftstag Schule im Ludwig – Windthorst - Haus in Lingen und an der Impulstagung in der Uni Oldenburg in 2006.
  • Vorstellung des Projekts „Sonne in der Schule“ beim Solarschulen - Netzwerktreffen in Oldenburg im März 2007
  • Projekttag „Klima und Energie“ mit einer Multivisionsschau des BUND im November 2007
  • Beteiligung am Projekt „Weckt Eure Solaranlagen“ ab März 2009 – Installation von Einrichtungen zur Überwachung und unterrichtlichen Nutzung der Photovoltaik – Anlage.

Anschrift & Kontakt

Schulzentrum Saterland
Schulstraße 3
26683 Saterland / Ramsloh

Tel.: 04498 / 70 685-10
Fax: 04498 / 70 685-20

eMail: info@schulzentrum-saterland.de
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